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Vorsichtsmaßnahmen empfohlen |
Impfschein erforderlich |
| Gelbfieber |
1 |
1 |
| Cholera |
2 |
Nein |
| Typhus & Polio |
Ja |
- |
| Malaria |
3 |
- |
| Essen & Trinken |
4 |
- |
Impfvorschriften können
sich kurzfristig ändern. Bitte holen Sie im
Zweifelsfall rechtzeitig ärztlichen Rat ein. |
[1]: Eine Impfbescheinigung
gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt,
die über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Transitpassagiere,
die in Uganda den Flughafen nicht verlassen.
Unabhängig von den offiziellen Bestimmungen wird allen Reisenden
Impfschutz gegen Gelbfieber empfohlen.
[2]: Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung,
das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung
umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen
Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser-
und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen
zu empfehlen.
[3]: Malariaschutz gegen die vorherrschende gefährlichere
Form Plasmodium falciparum ist ganzjährig in allen Landesteilen
erforderlich, auch in den Städten Fort Portal, Jinja, Kampala, Mbale
und in Teilen von Kigezi. Chloroquinresistenz wurde gemeldet.
[4]: Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine
sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte
generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung
entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht
pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch
nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch
vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert
essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte
vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Vorsichtsmaßnahmen: Bilharziose-Erreger
kommen landesweit in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und
Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte
Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf.
Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen
Insektenschutz benutzen.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine
Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen
Hepatitis B
sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung
sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die
Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen
und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vor
allem in der Karamoja-Region im Nordosten vor. Schutz bieten hautbedeckende
Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Derzeit sind Masernfälle gehäuft aufgetreten. Vor einer Reise nach
Uganda sollte der Impfschutz des Reisenden gegen Masern überprüft werden.
Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen landesweit
vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen
meiden.
Die Pest tritt vereinzelt im Westen in Nebbi und in Arua im Norden
auf, es besteht jedoch ein geringes Infektionsrisiko. Der Schutz vor
Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie
das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr.
Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische
Einnahme von Antibiotika.
Die Schlafkrankheit kommt v.a.
zwischen dem nördlichen Viktoriasee
bis nördlich vom Kyoga-See und im Grenzgebiet nördlich des Lake Edward
im Lira Distrikt vor. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.
Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen,
Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen
und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden
so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende
Kleidung und Insektenschutzmittel. Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den
Arzt aufsuchen.
Gesundheitsvorsorge: Die Mitnahme
einer Reiseapotheke wird empfohlen, man sollte sich vor der Einreise
bei der Botschaft erkundigen, ob die Einfuhr gebührenpflichtig ist. Nur in
den größeren Städten gibt es angemessene medizinische Versorgung. Der Abschluss
einer Reisekrankenversicherung mit Notrückführung wird dringend empfohlen.
Aktueller Hinweis: Seit März
treten gehäuft Masern in Uganda auf. 24 Distrikte sind betroffen,
darunter auch die Hauptstadt Kampala. Reisende sollten prinzipiell Immunschutz
(durchgemachte Erkrankung oder Impfung) beachten.
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